B3 in einem Gewerbebetrieb – „scharfe Übung“

aktuell sind in Deutschland die sogenannten Brandschutzwochen. Hier planen die Kommandanten meist mit anderen Wehren größer Einsatzlagen und alarmieren auch „scharf“. Kein Feuerwehrler weiß bescheid. So auch diesen Samstag Abend. Lage: Brand (B3) in einem Gewerbebetrieb mit vermissten Personen. Bei Eintreffen der ersten Wehr informierte der Eigentümer, dass die Lagerhalle stark verraucht ist, zwei Personen vermisst werden und zwei weitere Personen im angrenzenden Bürogebäude im 1. OG am Fenster stehen und nicht mehr ins Treppenhaus können. 

Die Wasserversorgung war schnell hergestellt, mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz suchten in der Lagerhalle die vermissten Personen, andere Trupps retteten mit einer Steckleiter die beiden Personen aus dem 1. OG. Danach konnte die bereits begonnenen Löschmaßnahmen intensiviert werden. Nach der Meldung „Feuer aus“ wurde das Gebäude mit mehreren Lüftern „entraucht“ (Disko-Nebel). 

Warum macht so eine Übung Sinn? Hier werden viel beübt:

  • Zusammenspiel vieler unterschiedlicher Einheiten/Wehren mit unterschiedlichsten Gerätschaften
  • übergreifende Koordination
  • Fokussierung der einzelnen Wehr auf deren jeweiligen Auftrag ohne die Gesamtlage zu vernachlässigen
  • Wasserversorgung 
  • uvm. 

Am Ende der Übung sitzt man mit den rund 75 beteiligten Kameradinnen und Kameraden zusammen und diskutiert noch die einzelnen Situationen / Abschnitte und was man mitbekommen hat oder vor allem was man nicht mitbekommen hat. Das fördert die Gemeinschaft aber vor Allem: Beim nächsten Mal sind wir weiterhin trainiert!

Vielen Dank hier an die Familie Kölnsperger für Ihr tolles Übungsobjekt und das ein oder andere Getränk, der Feuerwehr Mering und den anderen Ortsfeuerwehren für eine lehrreiche Übung. 

VU2 – Motorradunfall alleinbeteiligt

Erneut an einem Donnerstag Abend durften wir uns eilig zum Feuerwehrhaus begeben. Ein Motorradfahrer ist auf der Verbindungsstraße Ried Bachern gestürzt. Vor Ort angekommen übernahmen wir die Erstversorgung nach den Ersthelfern, sperrten die Straße in beiden Richtungen ab und wiesen die Rettungskräfte bestehend aus Notarzt und Rettungswagen ein. Der Notarzt konnte auf Grund der ersten Untersuchung den mit alarmierten Rettungshubschrauber abbestellen. Als der Patient versorgt und ins Krankenhaus gebracht worden ist und die Unfallstelle fertig von der Polizei dokumentiert war, konnten wir mit den Kameraden aus Bachern die Straße reinigen und die Straßensperrung wieder aufheben.  

E-Call löst Einsatz aus

Eine Woche nach dem Großfeuer löste ein E-Call aus einem Fahrzeug automatisch die Alarmierung aus. Zum Glück war alles in Ordnung und wir konnten schnell wieder einrücken. 

Brand landwirtschaftliches Anwesen Ried/Hörmannsberg

Großbrand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Hörmannsberg

Größere Einsätze sind in einer nicht ganz so großen Wehr wie unserer eher selten. Aber von diesem Einsatz werden wir wohl noch lange erzählen können.

An diesem hochsommerlichen Donnerstagabend, dem 06.08.2026, schrillten bei zahlreichen Feuerwehren im Landkreis die Sirenen und Funkmeldeempfänger. Gemeldet war ein Brand der Alarmstufe B4 in einem landwirtschaftlichen Anwesen in Ried/Hörmannsberg. Schnell wie immer, vielleicht sogar noch ein wenig schneller, machte sich unser Löschfahrzeug auf den Weg zur Einsatzstelle. Gemeinsam mit der Feuerwehr Hörmannsberg trafen wir als erste Kräfte ein.

Vor Ort war zunächst vor allem eine starke Rauchentwicklung zu erkennen. Doch innerhalb weniger Sekunden änderte sich die Lage dramatisch: Nach einer Rauchdurchzündung schlugen die Flammen zunächst aus dem nördlichen Gebäudeteil und breiteten sich anschließend auf den gesamten Gebäudekomplex aus. Aufgrund der enormen Brandentwicklung war ein Innenangriff zu keinem Zeitpunkt möglich. Unser Schwerpunkt lag daher gemeinsam mit den nachrückenden Kräften darauf, eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.

Der Brand erfasste einen Schweinestall sowie angrenzende Lagergebäude. Trotz des schnellen und massiven Kräfteeinsatzes war für die im Stall untergebrachten Tiere jede Hilfe zu spät. Es befanden sich etwa 1.200 bis 1.300 Schweine im Stall, die bei dem Großbrand verendeten. Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden.

Die Löscharbeiten stellten alle Beteiligten vor enorme Herausforderungen. Um den immensen Wasserbedarf zu decken, unterstützten zahlreiche Landwirte aus der Umgebung die Feuerwehren mit Güllefässern und großen Wassertransportanhängern im Pendelverkehr. Dank dieser außergewöhnlichen Unterstützung konnte die Wasserversorgung auch abseits des Hydrantennetzes sichergestellt werden. Gemeinsam mit den eingesetzten Feuerwehren gelang es, eine weitere Ausbreitung des Brandes zu verhindern und wichtige Nachbaranlagen zu schützen. Besonders im Fokus standen dabei eine Trocknungsanlage sowie weitere gefährdete Bereiche des Anwesens.

Das Technische Hilfswerk unterstützte die Einsatzkräfte im weiteren Verlauf mit leistungsstarker Beleuchtung der Einsatzstelle. Später wurden mit schwerem Gerät Teile der Gebäudestruktur geöffnet beziehungsweise eingerissen, um versteckte Glutnester erreichen und ablöschen zu können.

Der Rettungsdienst musste glücklicherweise keinen Sanitätseinsatz durchführen, stand jedoch vorsorglich bereit. Eine spezielle Verpflegungseinheit übernahm die Versorgung der Einsatzkräfte mit Getränken und Essen.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurden die Bürgerinnen und Bürger über NINA und KATWARN aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungsanlagen abzuschalten. Umso beeindruckender war die große Hilfsbereitschaft der Bevölkerung. Viele Anwohner brachten Getränke zur Einsatzstelle und unterstützten die Einsatzkräfte auf unterschiedlichste Weise.

In einer solchen Lage wurde einmal mehr deutlich, was Gemeinschaft bedeutet. Feuerwehren, THW, Rettungsdienst, Landwirte, Polizei Verpflegungseinheiten und die Bevölkerung arbeiteten Hand in Hand, um dieses außergewöhnliche Schadensereignis zu bewältigen.

Unser Dank gilt allen eingesetzten Kräften und Helfern. Insgesamt waren zeitweise bis zu 350 Personen im Einsatz. Ihr Engagement, ihre Ausdauer und die hervorragende Zusammenarbeit haben gezeigt, wie stark der Zusammenhalt in unserer Region ist.

 

Die Nachlöscharbeiten und Brandkotrollen zogen sich über mehrere Tage hin. 

Ölspur zwischen Baindlkirch / Sirchenried / Baierberg

10 Minuten nach dem monatlichen Probealarm ertönten erneut die Sirene und die Funkmeldeempfänger. Eine sehr große Ölspur zog sich durch die genannten Bereiche. Wir stellten sicherheitshalber kurzfristig Schilder auf und strueten die kritschsten Bereiche ab. Auf der Verbindung zwischen dem Kreisverkehr und Baindlkirch wurde die Straße gesperrt bis zur endgültigen Reinigung durch eine beauftragte Firma. 

Verkehrsunfall mit Quad in Sirchenried

Ein ruhiger sommerlicher Sonntag-Nachmittag wurde unterbrochen von Piepser/Sirene. Gemeldet war ein Verkehrsunfall. Schnell wie immer sind wir vom Feuerwehrhaus zur Einsatzstelle geeilt. Eine mindest medizinisch fachkundige Ersthelferin empfing uns mit einer perfekten Übergabe. Rettungswagen, Notarzt und der Christoph 40 Hubschrauber waren kurz nach unserem Eintreffen auch vor Ort. 

Über Unfallhergang, Art und Anzahl der Verletzten geben wir keine Auskunft. 

 

Gemeinschaftsübung mit der Feuerwehr Eismannsberg

Bei einer gemeinsamen Übung mit der Feuerwehr Eismannsberg konnten wir als Feuerwehr Ried ein anspruchsvolles Einsatzszenario trainieren. Angenommen wurde ein Brand in einem Geräteschuppen mit angeschlossener Werkstatt. Zusätzlich galten zwei Personen als vermisst, sodass neben der Brandbekämpfung vor allem die Menschenrettung im Mittelpunkt stand.

Realistische Einsatzlage

Das Übungsszenario war bewusst realitätsnah gestaltet: Der Geräteschuppen war stark verraucht, die Sicht im Inneren deutlich eingeschränkt. Ein erster Trupp ging deshalb unter schwerem Atemschutz in das Gebäude vor und setzte zur Orientierung sowie zur Personensuche eine Wärmebildkamera ein. Parallel dazu wurde eine Abluftöffnung geschaffen, damit der Rauch gezielt abziehen konnte und die Bedingungen für die eingesetzten Kräfte verbessert wurden.

Menschenrettung und Brandbekämpfung

Im weiteren Verlauf der Übung konnte das angenommene Feuer gelöscht werden. Die vermissten Personen wurden im Gebäude aufgefunden. Sie waren durch schwere Gegenstände, unter anderem einen Traktorreifen, eingeklemmt beziehungsweise blockiert. Mit den vor Ort verfügbaren Mitteln und einem Halligan-Tool wurden die Personen befreit, ins Freie gebracht und anschließend an den „Rettungsdienst“ übergeben.

Zusammenarbeit unter Einsatzbedingungen

Auch weitere wichtige Aufgaben wurden in die Übung eingebunden. So suchten zusätzliche Trupps nach möglicherweise vorhandenen Gasflaschen, um eine Gefährdung durch Druckbehälter auszuschließen. Diese konnten im Übungsobjekt nicht gefunden werden. Besonders erfreulich war, dass die Wasserversorgung trotz der längeren Wegstrecke zum Hydranten sehr schnell aufgebaut werden konnte.

Die Übung zeigte einmal mehr, wie wichtig regelmäßiges Training, klare Kommunikation und eine gute Abstimmung zwischen den eingesetzten Feuerwehren sind. Gerade bei verrauchten Gebäuden, vermissten Personen und möglichen zusätzlichen Gefahrenquellen müssen alle Handgriffe sitzen.

Nach dem praktischen Teil ließen wir den Abend gemeinsam bei einem Grillen ausklingen. In der anschließenden Nachbesprechung konnten die Abläufe nochmals aufgearbeitet, Erfahrungen ausgetauscht und wichtige Erkenntnisse für künftige Einsätze mitgenommen werden. Wir bedanken uns bei der Feuerwehr Eismannsberg für die gute Zusammenarbeit und den gelungenen Übungsabend.

Fotos: FW Eismannsberg

THL-1 auslaufende Betriebsstoffe auf Straße

Ein sonniger Sonntag Morgen wurde gestört von einem Einsatz für die Feuerwehr Ried. Bei einem PKW lief während der Fahrt Diesel aus. Wir reinigten die Straße mittels Ölbinder und sicherten das weiterhin auslaufende Diesel mittels Auffangbehälter. 

🚒 Leistungsprüfung erfolgreich bestanden! 🚒

 

Nach zahlreichen Übungsstunden haben zwei Gruppen der Feuerwehr Ried die Leistungsprüfung „Die Gruppe im Löscheinsatz“ mit Bravour abgelegt. Dabei mussten die Teilnehmer einen Löschaufbau sowie das Saugschlauchkuppeln zur Wasserentnahme aus offenen Gewässern in vorgegebener Zeit fehlerfrei absolvieren. Auch theoretisches Wissen in Fahrzeugkunde, Erster Hilfe und Einsatztaktik sowie verschiedene Feuerwehrknoten wurden geprüft.

Die Feuerwehr Ried mit ihren Löschgruppen Ried, Sirchenried und Zillenberg trat mit zwei ausgelosten Gruppen an. Vor den Schiedsrichtern aus Mering, Aichach und Hörmannsberg überzeugten beide Teams mit sehr guten Leistungen und schnellen Zeiten.

Besonders erfreulich: Die Teilnehmer waren zwischen 17 und 51 Jahre alt und zeigten eindrucksvoll, dass Feuerwehr Engagement, Teamgeist und Zusammenhalt über alle Altersgrenzen hinweg verbindet.

Herzlichen Glückwunsch an alle Absolventinnen und Absolventen der Leistungsabzeichen in Bronze, Silber, Gold sowie den Gold-Stufen! 👏🚒

Feuerwehr kann jeder – in jedem Alter. Mach mit! 🔥💪 #FeuerwehrRied #Leistungsprüfung #Ehrenamt #Teamwork #WirFürEuch